DTAD, ibau, Mercell, Vergabe24 im Vergleich — was passt zu dir?
Vergabe24 Vergleich mit DTAD, ibau und Mercell: wofür die vier gebaut sind, was sie kosten und wann ein engerer Dienst besser zu deinem Betrieb passt
7 Min. Lesezeit
Wenn du nach einem Ausschreibungsdienst suchst, landest du bei DTAD, ibau, Mercell oder Vergabe24. Dieser Vergabe24 Vergleich (mit DTAD, ibau und Mercell) sortiert die vier nach dem Job, für den sie gebaut sind. Alle vier sind gute Dienste. Sie liefern mehr Markt — für Vertriebsteams, Angebotsabteilungen und alle, die Suchprofile pflegen. Wenn du selbst kalkulierst, brauchst du morgens nicht mehr Markt, sondern die wenigen Aufträge, die sich lohnen.
- DTAD bündelt nach eigener Angabe über 12.000 Quellen, mit KI-Suche, dem Assistenten Frank und einer Anbindung ans CRM. Den Preis nennt die Website nicht.
- ibau liefert öffentliche Ausschreibungen und gewerbliche Bauprojekte. Die DialogManufaktur übernimmt auf Wunsch Telefonakquise und Terminvereinbarung.
- Vergabe24 Bayern kostet im Jahresabo 598,80 € netto, das sind 49,90 € im Monat. Der Einzelabruf kostet in vielen Regionen zusätzlich 0,80 € je abgerufene Ausschreibung — die Bayern-Zeile der Preisliste weist diesen Abruf nicht aus.
DTAD — Markt, CRM und eine KI, die Unterlagen liest

DTAD ist seit über 25 Jahren am Markt und nennt mehr als 5.500 Kunden. Die Plattform zieht Ausschreibungen aus über 12.000 Quellen in eine Inbox, sucht per KI und lässt im Expertenmodus mit Stichworten filtern. Frank, der Chat-Assistent, liest Vergabeunterlagen und zieht Eignungs- und Zuschlagskriterien heraus. Dazu kommen Wettbewerbsdaten: wer zuletzt gewonnen hat, welche Rahmenverträge auslaufen. Daten lassen sich exportieren oder per API ins CRM schieben.
Das ist ein Werkzeug für Leute, deren Job die Akquise ist. Ein Vertriebsteam, das Pipeline, Wettbewerb und Auftraggeber pflegt, holt daraus etwas heraus. Ein Malermeister, der am Samstag drei Aufträge im Umkreis prüfen will, kauft damit vor allem Breite, die er nicht abarbeitet.
Der monatliche Preis steht auf der Website nicht. Wer wissen will, was es kostet, geht über den Kontakt.
Wann das passt: Jemand im Betrieb bearbeitet Ausschreibungen als eigene Aufgabe, und du willst Markt und Wettbewerb im selben System.
ibau — Bauprojekte, Ansprechpartner, Telefonakquise
ibau sucht nicht nur öffentliche Bekanntmachungen. Der ibau Xplorer führt auch gewerbliche und private Bauprojekte, oft vor der förmlichen Vergabe, mit Ansprechpartnern aus einem Netzwerk, das ibau mit über 90.000 Planern, Investoren und Vergabestellen beschreibt. 111 Rechercheure und KI pflegen den Bestand. ibau spricht dabei ausdrücklich auch Handwerk an, vom Dachdecker bis zum Elektroauftrag.
Das zusätzliche Angebot ist die DialogManufaktur: Mitarbeiter von ibau telefonieren im Namen des Kunden, vereinbaren Termine und recherchieren für das Vertriebsteam. Für einen Baustoffhersteller oder Großhändler, der Neukundenakquise abgeben will, ist das der Kern. Für einen Betrieb, der kommunale Lose in der Nachbarschaft selbst anbietet, ist es eine zweite Firma, die für ihn anruft.
Auch hier steht kein Preis auf der Website. Der Einstieg läuft über das Gespräch.
Wann das passt: Du willst frühe gewerbliche Projekte und jemanden, der Termine für dich macht.
Mercell — von der Suche bis zum Angebot
Mercell beschreibt Tender Discovery als Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen in Deutschland: suchen, analysieren, Angebote erstellen. Ein KI-Profil legt die Überwachung an, ein Expertenteam justiert Suchprofile und CPV-Codes. Das ist ein Arbeitsplatz für die Angebotsarbeit, nicht nur eine Morgenliste.
Wer im selben System Unterlagen sichten und das Angebot vorbereiten will, ist dort näher an der Abgabe. Wer vorher entscheiden will, ob sich zwei Tage Kalkulation überhaupt lohnen, bezahlt damit eine Stufe, die er noch nicht braucht. Die Lieferantenseite wirbt mit dem deutschen Markt. Der Unterschied ist die Tiefe, nicht das Land.
Wann das passt: Du willst Suche und Angebotserstellung in einem System, und ein Team legt die Profile mit dir an.
Vergabe24 Vergleich — Preis, Abruf, Suche
Vergabe24 ist der Dienst mit öffentlicher Preisliste. Stand der Neukundenliste, gültig ab 1. Januar 2026, netto und zzgl. MwSt.:
| Region | Jahresabo | im Monat gerechnet |
|---|---|---|
| Bayern (inkl. ePaper Bayerische Staatszeitung) | 598,80 € | 49,90 € |
| Baden-Württemberg | 540,00 € | 45,00 € |
| Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland | 504,00 € | 42,00 € |
| Deutschland, Auftragssuche online | 1.080,00 € | 90,00 € |
Dieselben Zeilen nennen ein Halbjahresabo, in Bayern 299,40 €. Die Tarifseite weist die Monatswerte als Kosten im Jahresabo aus. Der Bayern-Tarif liegt damit unter unserem Einstieg. Der Listenpreis allein sagt noch nicht, welches Werkzeug du kaufst.
Die Liste hat eine zweite Kasse. Fußnote 2: 0,80 € je abgerufene Ausschreibung. Die Markierung sitzt auf der Spalte Einzelabruf, nicht auf dem Bayern-Jahresabo. Bayern weist in dieser Liste gar keinen Einzelabruf aus. In anderen Regionen ist der Einzelabruf das Modell für wenige Abrufe: Grundpreis plus 0,80 € pro Bekanntmachung. Wer viel prüft, zahlt dort pro Neugier. Wer das Jahresabo bucht, zahlt die Pauschale und filtert selbst.
Die Stärke ist Zugang. Die Suche läuft über Stichworte und Suchprofile, die Treffer kommen per E-Mail. Ob der Auftrag zu Gewerk, Umkreis und Nachweisen passt, bleibt bei dir. Das ist kein Mangel an Daten. Es ist ein anderes Arbeitsmodell: Du bleibst der Filter. Alternativ bietet Vergabe24 einen Tarif an, in dem das Team täglich für dich recherchiert (Stand: Oktober 2026).
Arbeitet ihr zu mehreren, zählt der Zugang: Laut Vergabe24 braucht jeder Mitarbeiter einen eigenen Zugang; für weitere Zugänge gibt es auf Anfrage Rabatt (Stand: Oktober 2026).
Wann das passt: Du suchst gern selbst, kennst deine Stichworte und hast Zeit, die Liste zu sichten.
Was die vier dir nicht abnehmen

Alle vier beantworten gut: Welche Ausschreibungen und Projekte gibt es? Die Frage danach, ob dieser Auftrag zu deinem Betrieb passt und die Kalkulation wert ist, bleibt oft liegen. Listen, CRM oder ein fertiges Angebotsmodul ersetzen diese Prüfung nicht.
Dazu die regionale Realität. Öffentliche Bauausschreibungen stehen nicht an einer Stelle. Staatsportale, Bekanntmachungsportale und Auftraggeber-Seiten laufen parallel. Der Überblick zu bayerischen Vergabeportalen 2026 → zeigt, warum Portal-Hopping Zeit frisst — auch wenn du schon einen Dienst nutzt. Unterhalb der EU-Schwelle liegt der Markt, den die meisten Betriebe tatsächlich bearbeiten: Unterschwellenvergabe Bayern →.
Welches Werkzeug zu deinem Betrieb passt
| Frage an dich | Bleib bei einem der vier, wenn … | Schau dir eine engere Alternative an, wenn … |
|---|---|---|
| Wer arbeitet damit? | jemand im Betrieb Ausschreibungen als Job hat oder ein Team die Akquise führt. | du selbst abends oder am Wochenende kalkulierst. |
| Was soll der Dienst tun? | du Marktbreite, CRM, Telefonakquise oder die Angebotserstellung willst. | du morgens wissen willst, welche wenigen Aufträge die Kalkulation wert sind. |
| Was steht auf der Rechnung? | du den Preis erst im Gespräch erfährst oder ein Regional-Abo pro Land buchen willst. | du einen öffentlichen Preis willst, ohne Abrufgebühr und ohne Gewerk-Paket. |
| Wie eng ist die Region? | du deutschlandweit oder gewerblich akquirierst. | du in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen oder Sachsen anbietest. |
Tipp: Nimm ein Gewerk und eine Region, zum Beispiel Elektrotechnik in Oberbayern. Zähle nach zwei Wochen, wie viele der gelieferten Treffer du wirklich angeboten hättest. Die Länge der Liste ist kein Maßstab.
Wo Alle Gewerke in diesem Vergleich steht
Alle Gewerke ersetzt die Vergabeportale nicht. Angebote gibst du dort ab, wo die Vergabestelle es verlangt. Der Dienst sitzt eine Ebene früher: täglich 29 Quellen aus Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und Sachsen, Treffer gegen Gewerk und Umkreis, mit einer kurzen Begründung. Danach der Check auf Frist, Risiken und fehlende Nachweise — bevor du zwei Tage rechnest.
Optional, und nur als Marktinformation: erteilte Baugenehmigungen in den Pilot-Städten Deggendorf, Augsburg, Landsberg und Schwandorf. Ohne Kontaktdaten von Bauherren, getrennt von den Vergabeportalen. Frühsignale im Überblick →
Der Preis steht auf der Seite: ab €59/Monat, zzgl. MwSt. Monatstarif ohne Mindestlaufzeit, 14 Tage testen, kein Vertriebsgespräch, um die Zahl zu sehen. Keine Gebühr pro abgerufene Ausschreibung. Ein Preis für den ganzen Betrieb: Kollegen kosten nichts extra, alle arbeiten auf einer Merkliste mit Notizen. Details auf der Preisseite → und unter So funktioniert's →.
Wenn du wissen willst, ob die Treffer für dein Gewerk und deinen Umkreis passen: 14 Tage gratis testen und selbst prüfen →
Aktualisierungen
- 12. Oktober 2026 — Die Regionen-Zeile im Entscheidungsraster nennt alle sechs Bundesländer der Suche.
- 07. Oktober 2026 — Die tägliche Sammlung nennt 29 Quellen. Stadt Erfurt, Sachsen Vergabe (SIB) und Landesvergabe Sachsen sind eigene Quellen.
- 05. Oktober 2026 — Alle vier Dienste einzeln eingeordnet, Titel um Mercell ergänzt. Vergabe24-Preise aus der Neukundenliste 2026, inklusive Bayern-Jahresabo und der Abrufgebühr von 0,80 € nur in der Einzelabruf-Spalte. Mercell ergänzt. Einzelzugänge je Mitarbeiter und Recherche-Service bei Vergabe24 ergänzt (Stand: Oktober 2026).
Quellen
- DTAD Plattform — Ausschreibungen und Marktdaten (öffnet in neuem Tab) — DTAD GmbH
- ibau — Auftragsdatenbank und DialogManufaktur (öffnet in neuem Tab) — ibau GmbH
- Tender Discovery für Lieferanten (öffnet in neuem Tab) — Mercell
- Tarifdetails — Abonnementpreise 2026 (öffnet in neuem Tab) — Vergabe24
- Tarifpreise 2026 Neukunden, gültig ab 01.01.2026 (öffnet in neuem Tab) — Vergabe24, 01. Januar 2026
- Fragen und Antworten: Kann ich meinen Vergabe24-Zugang auf mehrere Mitarbeiter übertragen? (öffnet in neuem Tab) — Vergabe24
Aaron Gregg
Geschäftsführer, Ibis Flow GmbH
Verantwortlich für die Inhalte von Alle Gewerke und für die Vergabe- und Matching-Systeme hinter der Plattform.
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